play
Das Ausbildungszentrum in Graubünden

Hatha

Hatha Yoga ist die Grundform aller anderen Yoga-Stilrichtungen. Diese Art von Yoga eignet sich für alle Einsteiger und all jene, die ein Yoga suchen, das weniger anstrengend ist. Der Fokus liegt in der Selbststudie und inneren Konzentration. Begonnen wird mit einer sitzenden Meditation, um den Geist zu beruhigen, unterstützt von Atemübungen. Danach werden die Muskeln mit abläufen aufgewärmt und das Herz stimuliert, wobei wir immer wieder in die klassischen Yogastellungen zurückkehren.

Ashtanga Vinyasa

Im Wort Ashtanga stecken die Sanskrit-Wörter ast ( acht) und anga, was Stufen oder Glieder bedeutet. Der Name nimmt Bezug auf den systematischen Ansatz der Yoga-Sutren, einem wichtigen Text der Yoga-Lehre , verfasst vom Weisen Patanjali, etwa 200 v.Chr bis 200n Chr. Patanjali stellte sich die acht Glieder des Yoga als sich verzweigende Äste eines Baumes vor.                                                        
Asana ( Haltung) Pranayama ( Atemkontrolle) Yama (Ethik) Nijama ( Selbstkontrolle) Pratyahara ( Rücknahme der Sinne)  Dharana ( Konzentration) Dyana ( Meditation) und Samadi ( Einssein mit dem wahren Selbst). Ashtanga Vinyasa Yoga ist eine Art des Hatha Yoga. Es nützt, wie andere körperbetonte Stile, Haltungen und Atemtechniken als Ausgangspunkt, um den Zustand des " Yoga", des Einsseins zu erreichen. Das ist das Ziel jeder art von Yoga. Die Einzigartigkeit von Ashtanga Yoga liegt in den Vinyasa ( von der Atmung gesteuerte Bewegung) die die einzelnen Yoga-Stellungen zu dynamischen Sequenzen verbinden.

Vinyasa

Der Ausdruck Vinyasa bezeichnet atemgesteuerte Bewegungen, die die einzelnen Haltungen zu einem dynamischen Ablauf verbinden. Der Fluss der Atmung und Bewegung unterscheidet diese Art von den anderen Stilen des Hatha Yoga, in denen man zwischen den einzelnen Haltungen oft Pausen einlegt. Mit Hilfe der Vinyasa soll in den inneren Organen grosse Hitze, Agni erzeugt werden, die in der Folge den gesamten Körper durchdringt. Der Körper wird angeregt, Giftstoffe abzubauen, die als Schweiss durch die Haut austreten. Zum anderen wird der Körper geschmeidiger, ähnlich erwärmten Metall. So können sich die Muskeln ohne Verletzungsgefahr dehnen. Ebenso wird der Körper kräftig und ausdauernd und Knochengerüst und Muskulatur werden nach jeder Haltung in Übereinstimmung gebracht.

Kundalini



Kundalini ist die Göttliche, Kosmische Energie, die in jedem Menschen verborgen ist. Sie wird durch eine

zusammengerollte, schlafende Schlange im untersten Zentrum des Körpers, am Anfang der Wirbelsäule dargestellt. Durch verschiedene Techniken wird diese ruhende Kraft erweckt und durch die Wirbelsäule aufwärts, bis zum Gehirn emporgeführt.Dies geschieht durch den zentralen Nervenkanal in der  Wirbelsäule. Kundalini Yoga ist in zwei Stufen eingeteilt

Yogic Suksma Vyayama

Diese einfachen Übungen erfordern wenig körperliche Anstrengungen und haben dennoch eine sehr wohltuende Wirkung auf den ganzen Körper.

Yogic Stuhla Vyayama

Diese etwas anstrengenderen Übungen verlangen dem Körper bedeutend mehr Leistung ab. Sie eignen sich ausgezeichnet zur Muskelbildung und zum allgemeinen physischen Training. Ein Gesunder Körper ist für die geistige spirituelle Entwicklung unerlässlich. Ob man nun die letzten Ziele des Yoga versteht und anerkennt, ist nicht wichtig, man kann trotzdem aus diesem wohl durchdachten System der Körper und Atemübungen grossen Nutzen ziehen.

Asana

Eine Asana oder auch Körperstellung ist ein Hauptbestandteil des Hatha Yoga. "Asana" kommt von der Wurzel "as" und meint "sitzen". Ursprünglich bezeichnet es die Fläche, auf der der Yogi sitzt. Die Bedeutung "Yoga-Haltung" ist die bekannteste. Die Asana sollen "fest und angenehm" (leicht) sein.

Schaut man sich Abbildungen von Asanas an, kommt man leicht zu dem glauben, Asana sei etwas statisches. Man übersieht dann leicht, dass Asanas stetige "Beweglichkeit" (in der Ruhe) ist. Durch Pranayama werden starke Kräfte entfesselt und der Körper muss darauf vorbereitet werden. Wenn wir Asanas mit Achtsamkeit ausführen, können sie selbst zu einer Meditationsform werden. Das gilt insbesondere, wenn man sie lange und ruhig übt.

Sie sind eine Art Geste und haben bestimmte Wirkungen. So können sie auf die Struktur des Körpers wirken, auf den Geist, die Nerven, die Organe und Sinne. Sie können den Körper auf energetischer Ebene beeinflussen und verändern.

Pranayama

Der Begriff Pranayama setzt sich aus den beiden Wörtern prana ("Lebensenergie") und ayama ("kontrollieren",erweitern, " Kontrolle über die Lebensenergie") zusammen und umfasst die verschiedenen Atemübungen des Yoga. Es ist die Kraft, die in allen belebten und unbelebten Dingen vorhanden ist. Obwohl Prana eng mit der Luft, die wir atmen verbunden ist, ist er feiner als Luft oder Sauerstoff.

Die Pranayama Techniken stellen also eine Methode zur Verfügung, die Lebenskraft zu aktivieren und zu regulieren, um über die normalen Grenzen und Einschränkungen hinauszugehen und einen höheren Energie- und Wahrnehmungszustand zu erlangen.

Mudra und Bandha

Mudra bedeutet Siegel; ist eine symbolische Handgeste (Handbewegung, Handstellung) die sowohl im alltäglichen Leben, in der religiösen Praxis als auch im indischen Tanz ihre Anwendung findet. Übersetzt aus dem Sanskrit bedeutet Mudra " das was Freude bringt": Mud heisst Freude, aber auch Geste. Mudra bezeichnet in den alten Hatha-Yoga Texten, energetisch in besonderem Masse wirksame Übungen. In diesem Sinne kann jedes Asana, wird diese in Verbindung mit bestimmten Konzentrationen ausgeführt, ebenfalls zur Mudra.

Bandha kommt von bandh=binden, fesseln, zusammenfügen oder halten. Bandha heisst auch Riegel oder Verschluss. Bandhas sind Muskelkontraktionen an Schlüsselstellen des Körpers zur Fixierung der Lebensenergie (Prana) im Körper. Wenn im Körper des Yogi durch Übung von Pranayama, Prana zum Fliessen gebracht werden soll, ist es ebenso notwendig, Bandhas zu benutzen, um eine Vergeudung der Energie zu vermeiden und diese an die richtigen Bestimmungsorte zu führen.

Die vier Bandhas:

Mula-Bandha -> Wurzelverschluss

Uddiyana-Bandha -> Bauchkontraktion

Jalandhara Bandha -> Halsverschluss

Maha Bandha -> das zusammenführen aller drei anderen Bandhas